Umdenken

Sonst habe ich die junge Frau mit den Rehpinschern nur alle Jubeljahre mal aus der Ferne gesehen… wie der Zufall es aber so will, laufen wir uns neuerdings öfter über den Weg.

Als sie heute wieder auftauchte und sich unsere Wege kreuzen MUSSTEN, warn wir natürlich gespannt, was dieses Mal passieren würde. Und … oh Wunder…. bevor ich was sagen konnte, rief sie ihre Hunde zurück, leinte sie an (Flexis, aber immerhin) und ging zügig weiter. Wir hatten uns derweil am Wegesrand hingestellt und alle Hunde neben uns absitzen lassen, nur Matilda saß schräg vor mir und hatte ihr den Rücken zugewandt. Frau und Hunde gingen wortlos und gesittet an uns vorbei.

So viel gutes Benehmen muss gewürdigt werden, also rief ich ihr freundlich nach: „Vielen Dank für’s Anleinen!“
Woraufhin sie sich halb rumdrehte und mit einem zuckersüßen Lächeln „Gern geschehen!“ trällerte.

Na, also. Geht doch! 

Ärger über Führgeschirre

Seit 2004 tragen unsere Wauzis Camiro-Führgeschirre, die wir alle maßanfertigen lassen. Bislang waren wir – trotz steter Preiserhöhungen – immer sehr zufrieden, auch wenn das schwarze Gurtband der letzten Geschirre deutlich schneller ausgeblichen ist, als wir das (ohne das Geschirr großartig gewaschen zu haben) von früher kannten.

Da Matildas Geschirre angefertigt wurden, als sie noch eine Junghündin war und man die Seitengurte lang genug gelassen hatte, um sie weiter zu stellen…. der Rückensteg aber nicht vorausschauend etwas länger gewählt wurde, sitzen beide Geschirre (insbesondere das Alltagsgeschirr) zu dicht hinter den Achseln und „schneiden“ quasi ein.

Es muss also ein neues Geschirr her, das weit genug eingestellt werden kann, um ihm Winter einen Mantel drunter zu ziehen!

Leider musste ich allerdings bei einem Blick auf die Camiro-Seite feststellen, dass man mittlerweile bei einem Preisniveau angekommen ist, das meiner Meinung nach schlicht und ergreifend unverschämt ist und vollkommen überteuert ist!

Das Basisgeschirr kostet bereits 43,65 € …. Maßanfertigungen sind natürlich teurer. Und sobald ich irgendwelche Extras (wie aufgestickte Namenszüge und reflektierende Hundetatzen) haben möchte, sind wir bei 58,26 €. Dazu noch die Versandkosten, so dass wir summa summarum bei 63, 76 € sind.

Wohlgemerkt: Das ist ein ein Geschirr für einen KLEINEN Hund.

Ich hatte erst im Februar ein Geschirr für die deutlich größere Sofia anfertigen lassen, das insgesamt 60,24 € gekostet hat. Mir passte das damals schon nicht, doch da ich einen Geschenkgutschein von Camiro hatte, habe ich es zähneknirschend bestellt.

Nun aber zu sehen, dass innerhalb eines halben Jahres erneut eine Preiserhöhung (um knapp 3 €) stattgefunden hat, ärgert mich maßlos. DIESE Preispolitik mache ich nicht mehr mit!

Ich bin wirklich nicht knauserig, wenn es um meine Hunde geht, und ihnen darf es an nichts fehlen. Aber irgendwann ist auch bei mir ein Punkt erreicht, wo ich sage, das eine ganz normale Basisausstattung zu einem puren Luxusartikel geworden ist. Und da hört es dann für mich auf.

Ein anderes Geschirr muss also her!

Nachdem ich mich durch zig Herstellerseiten gewurschtelt hatte, bin ich bei einem sehr bekannten Shop gelandet, der ganz ähnliche Geschirre anfertigt. Meine Fragen wurden vorab sehr zügig per mail beantwortet und so bestellte ich das Geschirr für insgesamt 44,50 €. Das ist zwar auch noch teuer, aber noch in einem vertretbaren Rahmen…zumal es sich ja um eine Maßanfertigung handelt, die nachher perfekt sitzt.

Oder sitzen SOLLTE….

Obwohl „aufgrund der aktuellen Auftragslage“ die Lieferzeit ca. 2-3 Wochen betragen sollte, ist das Geschirr bereits nach einer knappen Woche hier…. und man hat bei der Anfertigung ganz offensichtlich geschludert. Das Geschirr verdreht sich total und verrutscht auch am Hund sofort. Bei genauerer Betrachtung sind mir dann zig Punkte aufgefallen, die falsch oder unsauber vernäht worden sind. SO geht das natürlich nicht! 

Eine Reklamation mit einer ausführlichen fotografischen Dokumentation alle beanstandeten Mängel ist heute raus gegangen. Nun bin ich gespannt, wie der Hersteller reagiert und ob man mir eine Beseitigung der Mängel anbietet.

Kehrtwende

Heute ist uns die junge Dame mit den beiden Rehpinschern wieder begegnet. Dabei ist uns aufgefallen, dass sie gar keine Leinen für ihre Hunde dabei hat! Auch nicht schlecht….

Da die Hunde dieses Mal noch weit genug weg waren, ich sofort ein „Hunde zurückrufen!“ (keine Bitte mehr) ertönen ließ und das Mädel uns offenbar erkannte, fiel ihr Rückruf dieses Mal energischer aus und zog. Dabei hatte sich Görk schon zügig mit Mortisha in Bewegung gesetzt, durchaus bereit die kleine Oma als Maßreglerin einzusetzen.

Die junge Frau hat aber prompt eine Kehrtwende gemacht und ist in den nächsten Seitenweg geflüchtet. Ich glaub, die lässt es lieber nicht mehr darauf ankommen, uns zu begegnen. 

Aufprallschutz

Nachdem Mortisha heute nacht aus dem Bett gefallen ist und wir uns natürlich ganz fürchterlich erschrocken haben, habe ich morgens die Gartenstuhlauflagen (brauchen wir bei DIESEM Sommer eh nicht mehr) zweckentfremdet und sie zwischen Bett und Wand gequetscht.

Sollte die kleine Oma also erneut aus dem Bett plumpsen, kann sie sich nicht weh tun! 

Jetzt reicht’s!

Folgende Situation:

Morgens um ca. 8:30 Uhr in Troisdorf-Bergheim kurz hinter dem Parkplatz in der Bergstraße. Da der Wanderweg in die Siegauen an dieser Stelle schlecht einsehbar ist, leine ich (bis auf Matilda, die eh an mir klebt) meine Hunde an, um zu verhindern, dass sie unverhofft in fremde Hunde, Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer reinlaufen.

Plötzlich bog eine junge Frau von einem Feldweg zu unserer Linken auf „unseren“ Weg ab und steuerte auf uns zu, vorneweg Rehpinscher. Als er zielstrebig auf uns zusteuerte, bat ich darum, den Hund zurückzurufen. Die Frau kam meiner Bitte nach, der Kleine drehte ab, überlegte es sich aber anders und rannte dann doch auf uns zu.

Da ich keine Lust hatte, drei Hunde zu sortieren, leinte ich meinen großen „Tut-Nix“ ab, in der Hoffnung, dass der Kleine sich dann auf sie konzentrieren, mit ihr spielen und uns nicht belästigen würde. Die Rechnung schien aufzugehen, doch dann tauchte ein zweiter Rehpinscher auf und wollte ebenfalls „Hallo“ sagen…

Nun sollte ich vielleicht anmerken, dass meine Hunde (bis auf den „Tut-Nix“) das nicht unbedingt schätzen. Wir haben da nämlich:

* 12-jährige Oma mit kaputtem Knie und schweren Arthrosen, die nach erfolgreich operierter Querschnittslähmung eh nicht sonderlich sicher auf ihren Beinen steht und nur ausgewählte Kontakte zulässt
* 10-jähriger herzkranker Senior und Epileptiker mit Sehbeeinträchtigung, der seine Mädchen beschützen würde und es eh nicht schätzt, wenn seine Individualdistanz von fremden Hunden unterschritten wird
* 3-jährige Kleinhündin mit total kaputter Wirbelsäule, die (Schmerzgedächtnis sei Dank) keinem fremden Hund mehr vertraut und daher keinen Kontakt wünscht

Das Abwehrschnappen der Kleinen wurde geflissentlich ignoriert, ebenso das stille Fixieren Simbas und das heisere Kläffen Mortishas. Die beiden Rehpinscher-Rüden tanzten munter um uns rum, während ich meine beiden Oldies rückwärts in die Brennesseln zog und dabei ächzte, das sei nicht gut.

Da der jungen Frau offenbar bewusst war, dass ihren Hunde keine Gefahr drohte, wirkte sie nicht mal ansatzweise auf ihre Kleinen ein, sondern schlenderte einfach weiter. Nun gut… kann ich mit leben, auch wenn ein „Tut mir leid… ist dumm gelaufen“ mich gefreut hätte.

Aber nein! Stattdessen musste ich mir anhören, dass IHRE Hunde ja schließlich auch mal frei laufen müssten. Auf meinen Hinweis, dass sie das ja dürfen, es aber nett wäre, sie anzuleinen, weil meine Hunde es nicht schätzen, wenn man einfach in sie reinrennt, hieß es, wenn meine Hunde UNVERTRÄGLICH wären, dann dürfte ich hier eben nicht spazierengehen!

Öhmmmm, nur mal so nebenbei angemerkt: selbst wenn meine Hunde unverträglich WÄREN (was sie nicht sind), haben sie genau wie jeder andere Hund das Recht auf Bewegung in der Natur, auf Auslastung und auf Freilauf im gesicherten Rahmen. Auch und vor allem auf öffentlichem Grund und Boden.

Außerdem haben sie ein Recht darauf, nicht jeden fremden Artgenossen gut zu finden (ich mag auch nicht jeden meiner Mitmenschen) und zu sagen, wenn sie einen Kontakt nicht wünschen. Da sie aber um ein Vielfaches größer und schwerer sind als ein Rehpinscher mit knapp 5 kg Kampfgewicht könnte ein falsch eingeschätztes Drohschnappen (wie bereits geschrieben: Simba sieht nicht mehr gut) oder ein versehentliches Drübertrampeln von insgesamt 98 kg Hund ihnen durchaus schwere Verletzungen zufügen.

Btw: Ich bin mir SICHER, dass die junge Frau sehr genau wusste, dass meine Hunde nicht unverträglich sind. Zum einen verstehen sie sich untereinander, zum anderen haben sie in Hundesprache absolut angemessen reagiert und trotz der „aufgeheizten“ Situation z.B. den Airedale-Terrier komplett ignoriert, der angeleint an uns vorbeigeführt wurde, während die Minis immer noch zwischen uns allen rumwuselten.

Und ich bin mir sicher, dass die junge Frau sehr wohl wusste, dass die „Schuld“ bei ihr lag und dass ein bisschen Rücksichtnahme nicht zuviel verlangt ist. Oder bricht man sich wirklich einen Zacken aus der Krone, wenn man seine Hunde mal kurz anleint?

Nur mal so für die Zukunft:

Sollten wir uns noch einmal begegnen, würde ich es sehr zu schätzen wissen, wenn sie ihre Hunde rechtzeitig zurückpfeift und anleint. Dann können wir uns gerne mal in Ruhe unterhalten, die Hunde alle nett miteinander bekannt machen und dann auch zusammen spazieren gehen.

ABER: Sollten wir von ihr erneut belästigt werden, scheue ich mich nicht, meine Hunde notfalls vor ungewollten Kontakten zu beschützen. Und sie kann sich sicher sein, dass eine mit Schmackes geworfene stabile Leine oder ein Tritt von mir für ihre Minis erheblich schmerzhafter sein wird als eine wohldosierte Maßregelung einer meiner Hunde! 

Simba geht es besser

Ich frage mich wirklich, warum es so schwer ist, Arzneimittel für Tiere zu entwicklen, die ihnen gut schmecken?

Die Emeprid-Lösung, die man Hunden (so wie MCP-Tropfen bei Menschen) oral verabreicht bei Erbrechen, Gastritis und dergleichen, schmeckt offenbar so scheusslich, dass ich es nur ganze 2 Tage lange geschafft habe, sie Simba einzuflößen! Sobald ich ihm das Zeug mit einer Spritze ins Maul gegeben habe, hat er sich heftigst geschüttelt und dabei die dollsten Grimassen geschnitten…. sprich: mindestens die Hälfte des Medikaments ist  auf der Couch und auf mir gelandet. 

Da mir von o.g. Humantropfen bei Übelkeit NOCH schlechter wird und ich mich nur zu gut in mein armes Hundchen reinversetzen kann, habe ich ihn nicht weiter damit gequält.

Das Sucrabest (ein Humanpräparat) gibt es glücklicherweise in Tabletten-Form, so dass ich es Simba problemlos geben konnte. Und tatsächlich: es geht ihm wieder besser und er frisst wieder!

Hoffentlich nur ein beleidigter Magen!

Da Simba seit ein paar Tagen nur noch zögerlich – wenn überhaupt – frisst, er sich aber nicht den Magen verdorben hat,  machen wir uns langsam Sorgen. Schreitet der Krebs nun doch in größeren Schritten voran? Der Bub ist in den letzten Monaten doch erheblich ruhiger geworden, ist schneller erschöpft, spielt draußen kaum noch mit den Mädels. *seufz*

Trotz des leicht tonnenförmigen Bauchs (durch das Cortison) hat das Simbelchen wieder abgenommen und ist runter auf 34,6 kg.  Ansonsten machte er auf die TA aber einen erstaunlich guten Eindruck und selbst bei genauestem Antasten konnte sie nichts fühlen, was da nicht hingehört. 

Da mein Babymann ja doch einen ordentlichen Medikamentencocktail bekommt, was den Magen auf Dauer durchaus beleidigen kann, setzen wir nun alles, was nicht unbedingt notwendig ist, ab: er bekommt also nur noch seine Herzmedis und das Cortison!

Für ein paar Tage gibt es dazu aber etwas gegen Übelkeit und Magengeschwüre sowie eine Weile einen Magenschutz. Sollte Simba danach immer noch nicht fressen wollen, wird weiterführende Diagnostik gemacht (Röntgen und Ultraschall).

Judorolle

Trotz ihres fortgeschrittenen Alters und einem meist eher gemütlichen Tempo beim Spaziergang, liebt Mortisha es, zwischendurch etwas gefordert zu werden und kleine „Kunststückchen“ (wie ihre formvollendete Judorolle) auszuführen: