Epileptischer Anfall

Wir lassen uns immer was Neues einfallen. 

Unsere Laune war heute morgen eh nicht die Beste: alles grau in grau und es regnete in Strömen. Simba dappelte irgendwann nur noch mit hängenden Ohren hinter mir her… war auch er gefrustet oder ging es ihm nicht gut? Ich schaute genauer hin und meinte ein kurzes Zucken um die Augen zu sehen. *hmmmm*

Also ging es langsam weiter.

Da wir an einem Grundstück vorbei mussten, an dem öfter mal krakeelende Hunde auftauchen, leinte ich Simba und Morty an. Sobald wir es passiert hatten, leinte ich Morty wieder ab und wollte gerade nach Simba greifen, als von hinten ein Geländewagen ankam. Statt ihn abzuleinen, sicherte ich also Sofia schnell durch einen Griff ins Geschirr.

Und dann ging der Horror los. Als der Geländewagen an uns vorbeirauschte, triggerte das Geräusch einen epileptischen Anfall!

Simba sprintete plötzlich mit weit aufgerissenen Augen los und schaute dabei nach hinten, so als ob er gerade gestochen worden wäre. Da ich ihn glücklicherweise noch an der Leine hatte, raste er 5 oder 6 x im Kreis um mich rum und walzte dabei alle drei Hündinnen nieder.

Dann fiel er wie ein Stein zu Boden… mitten auf die Straße, in eine große Pfütze…und begann am ganzen Körper zu krampfen. Ich versuchte ihn irgendwie zu halten, da ich Angst hatte, er würde mit dem Kopf auf den Asphalt knallen… gleichzeitig musste ich aber auch Matilda abwehren, die ihn ernsthaft attackieren wollte. 

Simba schäumte und stöhnte. Dann ließ das Krampfen endlich nach und er begann im Liegen zu galoppieren…. dabei winselte er extrem laut und durchdringend.

Ich bin „dezent“ in Panik geraten und wusste nicht, was ich tun sollte.

Endlich beruhigte sich Simba, blieb noch eine Weile jammernd liegend, um dann plötzlich aufzustehen. Er wirkte nicht desorientiert, sondern eher verwundert… beschnufelte zuerst mich und dann nacheinander die Mädels. Anschließend hatte er es sehr eilig, heimzukommen: er zog ordentlich an, zitterte dabei am ganzen Körper und schwankte auf den ersten Metern.

Ich bin dann auf direktem Wege zu unserer Tierärztin, die sofort alles stehen- und liegen ließ, als ich die Praxis betrat und sagte, dass Simba gerade einen heftigen epileptischen Anfall gehabt habe.

Simba wirkte mittlerweile (ca. 15 – 20 Minuten nach dem Anfall) völlig normal. Herz und Atmung ruhig und stabil, Schleimhäute schön rosa, Temperatur normal.

Da wir erst kürzlich (vor knapp 3 Wochen) ein großes Blutbild gemacht hatten und bis auf einen Herzmarker alles im Normbereich war, haben wir kein Blut abgenommen. Dafür hat er aber etwas Valium gespritzt bekommen, um zu verhindern, dass heute evtl. ein zweiter Anfall hinterher kommt.

Nun heißt es abwarten und beobachten. Sollte sich der Anfall wiederholen, müssen wir auf jeden Fall behandeln. Derweil habe ich für den Notfall Diazepam-Klistiere bekommen, die ich vorsichtshalber bei jedem Spaziergang mitnehmen soll, um einen Anfall idealerweise unterbrechen zu können.

Drückt uns bitte die Daumen, dass das niemals notwendig sein wird!

Missglückter Sprung

Eigentlich wollte ich nur filmen, wie Sofia über einen umgestürzten Baum springt…. allerdings hatte ich nicht auf Mortisha geachtet, die regelmäßig vergisst, dass sie nicht mehr so kann wie in jungen Jahren (vor allem wenn sie gerade eine Kniebandage trägt). Görk hat da leider auch gepennt und nicht geschaltet, als Tisha zielstrebig auf den Stamm zugelaufen ist.

Aber solange sie so gute Laune hat und sich nicht gehandicapped fühlt, bin ich zufrieden!

Ähm… Böse Zungen haben das arme Hundchen mit einem abgesoffenen Wal verglichen! 

Viele nette Begegnungen

Von Bergheim startend ging es heute über Mondorf bis zur Siegmündung in einer gemütlichen Runde wieder zurück.

An der Siegmündung beobachtete Sofia fasziniert einen begeistert ins Wasser springenden und schwimmenden Hund. Nachmachen würde sie es ihm aber nicht: sie macht sich höchstens mal die Pfoten nass. 

Später kam uns eine Joggerin mit zwei freilaufenden Hündinnen entgegen, die bei unserem Anblick prompt stehenblieb und den großen Bardino-Mix anleinte. Während ich Simba und Mortisha einsammelte und anleinte, machte sich Sofia schon auf den Weg zu dem Trio, ließ sich aber noch rechtzeitig abrufen. Da die Hündin nur angeleint worden war, weil sie gerade läufig war, und mein kastrierter Rüde ja eh bei mir blieb, wurde sie wieder abgeleint, ich gab Sofia frei…. und schon ging ein ausgelassenes Rennspiel los, immer wieder unterbrochen von Anraunzern der dazugehörigen Althündin, wenn ihr mein Trampeltierchen zu nah kam. 

Besonders gefreut hat mich aber, dass das Sofel so entspannt und gut gelaunt war, dass sie der Frau regelrecht in die Arme gehüpft ist, die zwischenzeitlich zum Klönen nähergekommen war und sich zu ihrer Hündin gehockt hatte! Gut… Sofi ist zwar gleich wieder weggehüpft, aber das war doch mal eine extrem mutige Annäherung!

Während wir uns nett unterhielten, gab mir die Frau plötzlich mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass hinter mir etwas war: beim Rumdrehen sah ich einen Herrn mit gemütlichen, weil älterem Labrador, der schon recht nah war und zu dem Sofia bereits unterwegs war. Auch hier gelang es mir, sie kurz vorher nach abzurufen. 

Zur Belohnung folgte (nach Rücksprache mit dem Mann) die Freigabe, so dass mein Mädel Kontakt machen durfte: ein sachtes  Schnuppern und freudiges Wedeln reichte ihr schon und sie bedrängte den Oldie nicht mal ansatzweise. Sehr fein gemacht.

Kurz vor dem Parkplatz kam uns dann ein alter Mann entgegen, den wir ansonsten öfter mal in Müllekoven treffen: dieses Mal war er ohne seine Bekannte, aber mit deren Hunden unterwegs… 2 Kleinspitzen, 1 French Bulldog und 1 Old English Bulldog… wie üblich einen großen Hundejogger für die Hundesenioren vor sich hinschiebend.

Er sammelte zwar die frechsten ein (vor allem die Spitze machen ordentlich Krawall), aber die Französin war nicht mehr zu bremsen…und damit auch Sofia nicht. Abrufen klappte auch nicht mehr, da die Bulldogge ausgerechnet „Sophie“ heisst und sich wohl beide Hündinnen von unseren Rufen angesprochen fühlten.  

Irgendwann fiel meiner Sofi dann der gruselige Hundewagen auf und sie trabte ängstlich weg… an uns vorbei, da wir uns in einen kleinen Abzweig zum Ufer des alten Siegarmes reingestellt hatten, um etwas Platz zu machen. Ähm…hallo? Glücklicherweise blieb sie recht fix stehen, nachdem der alte Herr auf meine Bitte hin stehengeblieben war und mogelte sich todesmutig an dem Gefährt vorbei, nachdem sie registriert hatte, wo der Rest ihres „Rudels“ abgeblieben war.

Also alles in allem ein sehr bewegter und spannender Spaziergang, den sie wirklich superklasse gemeistert hat!

Gruseliger Laster

Auf einer unserer Runden laufen wir ein Stück unterhalb der A565 entlang, was Morty, Simba & Mati nichts ausmacht, für Sofia aber immer noch eine kleine Überwindung ist, da sie den Verkehrslärm unheimlich findet. Solange sie aber im Freilauf ist und man ihr nicht die Fluchtmöglichkeit nimmt, überwindet sie sich und läuft flott mit.

Als dann heute ausgerechnet auf unserer Höhe ein Lkw zischend Druckluft abließ, erschrak die Arme fürchterlich, warf sich rum und flüchtete in die andere Richtung auf’s Feld hinaus…. bestimmt in der festen Überzeugung, ein gruseliges Monster sei hinter ihr her und wolle sie auffressen!

Glücklicherweise ist sie in ihrer Angst aber nicht kopflos immer weiter gerannt, sondern hat sich nach knapp 30 m umgeschaut…und festgestellt, dass der Rest des Rudels nicht mitrannte, sondern einfach unbeeindruckt stehen geblieben war!

Verdutzt blieb sie stehen. Registrierte nun endgültig, dass keine Gefahr drohte und kam dann ein paar Meter auf uns zu, woraufhin ich mit einer munteren Aufforderung einfach weiterging. Sofia lief in einiger Entfernung zu uns mit, ängstlich zwar, aber immerhin!

Ein Stück weiter blieb ich stehen, hockt mich hin und rief Sofia zu mir, die tatsächlich kam.

So sehr ich mich im ersten Moment auch erschrocken habe: ich bin total erleichtert, dass die Süße bei so was nicht komplett in Panik gerät und dann – von einem Schrecken nach dem anderen getrieben – kilometerweit rennt.

Happy Birthday, Simba!

Heute feiern wir einen runden Geburtstag: Simba ist 10 Jahre alt geworden!

Das Schnütchen wird grauer, das Herz wird schwächer, im Gehirn zuckt es manchmal unkontrolliert, die Zähne werden weniger, das Bäuchlein wird runder…. aber unserem großen Clown ist das so was von schnuppe!

Der dicke Simbel genießt sein Leben inmitten seiner Mädels und hat durch Sofia noch mal einen ordentlichen Energieschub bekommen. Endlich wieder jemand, mit dem er nach Herzenlust rumbolzen kann, ohne Rücksicht auf kaputte Knochen nehmen zu müssen!

Dieser Hund macht einfach nur Spaß, weil er einfach nie erwachsen geworden ist. Und wir hoffen sehr, dass er uns noch ein paar Jährchen schenkt!

Wir lieben dich wie bolle, kleiner Brühwürfel! 

Grazi & Görk

Gescheiterter Versuch

Sofia war ja anfangs extrem hektisch, wenn es um’s Futter ging, so dass wir sie anfangs a) als erste im Esszimmer direkt vor der Küche fütterten und b) den Zugang zur Küche und damit zu den Näpfen der anderen Hunde versperrten.

Da das Mädel recht clever ist, hat sie sehr schnell alle Versuche eingestellt, an uns vorbei und an die Näpfe der anderen zu gelangen, um sich bei ihnen zu bedienen. Und nachdem sie realisiert hatte, dass sie wirklich jeden Tag morgens und abends reichlich zu fressen bekommt, legte sich auch die Hektik und sie inhalierte ihr Futter nicht mehr.

Schließlich konnte ihr Futterplatz in eine Ecke des Durchgangszimmers rechts neben der Küche wandern, wo auch Simba & Matilda ihre Näpfe stehen haben (einzig Mortisha wird in der Küche gefüttert), weil dort einfach mehr Platz ist.

Die Umstellung wurde ebenfalls schnell akzeptiert und schließlich lernte Sofi auch, dass sie warten muss und – ihrer Stellung im „Rudel“ entsprechend – als letzte gefüttert wird.

Da unsere Hunde nicht futterneidisch sind und wir uns darauf verlassen können, dass jeder brav sein Futter aufmampft (aus gesundheitlichen Gründen bekommt jeder was anderes), waren wir bereits vor Wochen dazu übergegangen, die gefüllten Näpfe einfach vor die jeweiligen Hunde zu platzieren und dann zu gehen… klappte ganz hervorragend und führt hier nicht einmal zu Stress, wenn die Wauzis nach dem Fressen die Näpfe der anderen kontrollieren und nachschauen, ob wider Erwarten doch was übrig geblieben ist. 

Tja… offenbar meinte Sofia nun, man könnte ja doch mal versuchen, sich am Futter eines anderen bedienen… und war dann noch so „dumm“, es ausgerechnet bei Mortisha zu versuchen.

Oh oh! Das gab einen mächtigen Anraunzer und Sofia sah zu, dass sie mit aufgerissenen Augen und einem bestimmt heftig klopfenden Herzen GANZ schnell Land gewann.

Hündin eingesammelt

Auf der Fahrt durch Müllekoven sahen wir plötzlich eine Hündin mitten auf einem Kreisverkehr verunsichert stehenbleiben…. ein uns entgegenkommender Wagen bzw. dessen Fahrer sah sie glücklicherweise gerade noch rechtzeitig und konnte bremsen, woraufhin die Hündin weiter ins Wohngebiet zu unserer Linken lief.

Da weit und breit kein dazugehöriger Mensch zu sehen war, hielt Görk und ließ mich aussteigen, damit ich ihr fix hinterherlaufen konnte.  Trotz eines unsicher-ängstlichen Gangs, wie ich ihn von Sofia kenne, wenn die es eilig hat, von einer „Gefahrenquelle“ weg zu kommen, lief die Kleine recht zielstrebig durch das Wohngebiet und hopste zwischendurch nur mal kurz über eine Straße, um einen Samojeden zu begrüßen, der gerade spazierengeführt wurde.

Leider kannte der Mann die Hündin nicht und wusste daher auch nicht, wohin zu gehörte. Also ging die „Verfolgungsjagd“ weiter. Als sie schließlich an einer Straßenecke stehenblieb und recht unschlüssig wirkte, konnte ich endlich soweit aufschließen, dass ich sie ranlocken konnte. Sie kam auch gleich freudig an und ließ sich bereitwillig anleinen.

Nur…wohin mit dem süßen Hundemädchen?

Einer älteren Dame, die gerade vorbeikam, kam die Hündin bekannt vor und sie war so nett, bei einer benachbarten Familie nachzufragen, derweil ich mich von ihr zu einem Haus führen ließ, vor dem sie gottergeben stehen blieb:

Ich habe dann mal auf Verdacht reihum im Haus geklingelt, bis mir ein älterer Herr aufdrückte, aus dessen Wohnung ein Bellen erklang. Auf Rückfrage meinte er, dass im Haus ein weiter Hund wohne…und zwar in der obersten Etage. Dort klingelte ich natürlich auch…und mir öffnete ein etwa 10-jähriges Mädchen im Nachthemd (Sonntagmorgen halt ),  das mir verdattert bestätigte, dass das IHR Hund sei.

Also Leine ausgeklinkt und die Hündin lief ganz selbstverständlich in die Wohnung. Das Mädchen hingegen war sprachlos. Ich habe ihr dann verraten, wo ich die Hündin entdeckt und aufgelesen hatte und ihr aufgetragen, ihre Eltern bitte auf dem Handy anrufen und ihnen zu sagen, dass die Hündin wohlbehalten zuhause angekommen sei,  da sie sie bestimmt gerade verzweifelt suchten.

Ich hoffe, die Eltern (oder wer auch immer mit der Hündin unterwegs gewesen war) hatten ein Handy dabei und wurden von dem Mädchen beruhigt.

ICH würde jedenfalls völlig am Rad gehen, käme mir einer meiner Hunde abhanden… vor allem bei dem Gedanken, dass sie mehrere Straßen überqueren müssen, um heimzukommen.

Die Hundebande in Müllekoven

Irgendwie kann ich nicht mehr behaupten, ein „Höllenquartett“ zu haben… dafür sind die Vier im Zusammenspiel einfach zu easy geworden. 

Die Spaziergänge sind bislang wirklich total entspannt und mein Ziel rückt in erreichbare Nähe, selbst bei Fremdhundbegegnungen weiterhin 2 Hunde anzuleinen und 2 Hunde im Freilauf zu lassen, ohne dass die Leinenlosen einfach zu den anderen Hunden hindüsen…egal was diese anstellen.

Heute galoppelte ein Ridgeback ca. 30 m von uns entfernt über ein Feld: Sofia fand das zwar hochspannend, blieb stehen und guckte rüber…. trabte dann aber doch lieber hinter uns her, als wir einfach kommentarlos weitergingen.

Gestern überholte uns eine Joggerin mit ihrem mittelgroßen Hund in etwa derselben Entfernung. Die Schnecke war total gebannt und rannte los, als das Team an uns vorbei war…ließ sich aber sofort abrufen.

Die folgenden Pics sind von gestern.

Ach ja: Da Sofia dauernd spielerisch in Görks Hände biss, zog der schließlich einen Handschuh aus und gab ihn ihr….
War das eine Freude! 

Wie wäre es mit anleinen?

Hat man mehrere Hunde dabei, gehen die Leute offenbar davon aus, dass alle verträglich sind und sich über jeden anderen Hund freuen. Meine sind ja auch verträglich…zumindest einzeln. Sie sind aber von Fremdhunden „not amused“, wenn sie in IHRER Gruppe unterwegs sind und gegenseitig aufeinander achten.

Und auch heute Nachmittag das alte Spiel: 10 Monate alter Golden Retriever-Rüde. Die Halterin hat von weitem gesehen, dass wir drei Hunde angeleint hatten und die Kleinste im Fuß lief, und hätte dementsprechend genug Zeit gehabt, ihren Junghund  anzuleinen, der – was in dem Alter nicht verwunderlich ist – noch nicht sicher im Gehorsam steht. Aber dann war sie zu nah dran und Sam wollte spielen. Nun denn…

Die Gute ist minutenlang hinter ihrem Hund hergerannt, der zu jedem Hund hinhopste (Mortisha mit Kniebandage versehen mittlerweile auf Görks Arm, um das Knie in ihrer Aufregung nicht weiter zu verletzen). Selbst Simba wurde angespielt, der bei einer Distanzunterschreitung von 1 m dann doch grollt. Hat der Goldie NICHT gerafft. *kopfschüttel*

Mit Sofias Hilfe, deren Leine Görk hatte fallen lassen, gelang es dann irgendwann, den jungen Rüden einzusammeln. SIE kommt schließlich, wenn man sie ruft.